Nach den Digitalisierungsschüben der letzten Jahre stand 2025 für viele Schweizer KMU im Zeichen der Neuorientierung: Welche Technologien vereinfachen unseren Arbeitsalltag tatsächlich – und welche schaffen eher neue Komplexität? Besonders rund um künstliche Intelligenz, Cybersecurity und bestehende IT-Landschaften stellten Unternehmen fest, dass es nicht um «mehr», sondern um «passender» geht.
Was 2023/24 noch als Experiment galt, wurde 2025 erstmals breit produktiv: Viele Firmen setzten KI nicht mehr nur testweise ein, sondern in konkreten Prozessen – etwa für automatisierte Dokumentationen, smartere Suchfunktionen oder zur Vorqualifizierung von Supportanfragen. Der Effekt war spürbar: Teams wurden entlastet, Abläufe effizienter. Gleichzeitig zeigte sich schnell, dass KI nur dann funktioniert, wenn Regeln zu Datenschutz, Verantwortung und Transparenz klar definiert sind. Einige KMU führten deshalb erstmals interne KI-Guidelines ein – ein kleiner, aber wichtiger Schritt.
Cybersecurity als Daueraufgabe
Die Zahl und Qualität der Cyberangriffe in der Schweiz nahmen im ersten Halbjahr 2025 weiter zu (Quelle: www.safety-security.ch). Besonders bemerkbar machten sich KI-generierte Phishing-Mails, die so glaubwürdig waren, dass klassische Warnsignale kaum noch griffen. Für KMU bedeutete das: Zero Trust wurde vom Schlagwort zur Pflicht. Multi-Faktor-Authentifizierung, klare Rollen und ein sauberes Identity & Access Management waren 2025 nicht mehr «Nice-to-have», sondern Grundvoraussetzung.
Und ja: Schulungen blieben entscheidend. Denn trotz aller Technik – der Mensch bleibt das grösste Risiko. Oder anders gesagt: Was bringt die beste Firewall, wenn jemand auf den falschen Link klickt?
Weniger Tools, mehr Wirkung
Viele KMU verabschiedeten sich 2025 von der Idee, dass mehr Tools automatisch mehr Digitalisierung bedeuten. Stattdessen wurden Systeme bereinigt, Prozesse zusammengeführt und Lösungen konsolidiert. Diese Rückbesinnung auf Stabilität führte oft zu geringeren Kosten, weniger Schnittstellenproblemen und höherer Sicherheit.
Prozess- und Kulturfragen rückten in den Vordergrund
2025 zeigte mehr denn je: Digitalisierung ist kein Technikprojekt, sondern ein Kulturprojekt. Neue Systeme entfalten erst dann Wirkung, wenn Teams wissen, wie sie diese nutzen sollen – und warum. Viele KMU stellten fest, dass klare Verantwortlichkeiten, transparente Kommunikation und ein gemeinsames Verständnis der Ziele wichtiger sind als der technische Funktionsumfang. KI war hier ein gutes Beispiel: Sie wurde dort erfolgreich, wo Mitarbeitende sie verstanden und akzeptierten.
Fazit: «Von mehr Technologie» zu «besserer Technologie» 2025 war kein Jahr der grossen IT-Revolution, aber eines der Reifung. Schweizer KMU haben begonnen, KI sinnvoll zu integrieren, ihre IT-Landschaften zu stabilisieren und Cybersecurity ernster zu nehmen als je zuvor. Der Fokus verschob sich klar von «noch ein neues Tool» hin zu einem digitalen Arbeitsumfeld, das Sicherheit, Effizienz und vor allem eines vereint: den Menschen im Zentrum.
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